Vorstand
Statuten
Beitritt


Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Jugendwohlfahrt
- vormals Verein der Amtsvormünder Österreichs -

Satzungen
(zuletzt geändert von der Generalversammlung am 20.12.2012 in Wien)

1 Name, Tätigkeitsbereich

Der Verein führt den Namen "Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Jugendwohlfahrt, vormals Verein der Amtsvormünder Österreichs", und erstreckt seine Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet. Der Sitz des Vereins ist Wien. Die Errichtung von Zweigvereinen (Landesvereinen) in den Bundesländern ist vorgesehen.

2 Vereinszweck
  1. Der Verein bezweckt den Zusammenschluss der mit den Agenden der Jugendwohlfahrt in Österreich betrauten Personen zur Wahrung und Förderung ihrer fachlichen und Standesinteressen. Der Verein verfolgt keinerlei parteipolitische Zwecke und ist gemeinnützig. Der Verein will die Rechte und das Wohl des Kindes intensiv wahrnehmen und nach Außen vertreten.
  2. Mittel zur Erreichung des Zweckes sind:
    • Abhaltung von Versammlungen;
    • Verfassung und Überreichung von Eingaben, Denkschriften, Stellungnahmen und Veröffentlichungen;
    • Anregung und Mitarbeit an einschlägigen legistischen Maßnahmen;
    • Mitwirkung an diversen fachspezifischen Arbeitskreisen;
    • Herausgabe einer Fachzeitschrift;
    • Austausch von Erfahrungen der Bundesländer untereinander und mit dem Ausland;
    • Schaffung und Vermittlung von Fortbildungsmöglichkeiten durch Tagungen, Kurse, Vorträge etc. und Beteiligung an solchen Projekten;
    • Pflege des Gemeinschaftsgeistes durch gesellige Veranstaltungen.
  3. Die Geldmittel werden aufgebracht durch:
    • Mitgliedsbeiträge der Mitglieder;
    • Subventionen;
    • Spenden;
    • eventuelle Erträgnisse von Veranstaltungen und Veröffentlichungen.

3 Aufnahme in den Verein

Der Aufnahmewerber hat seinen Beitritt schriftlich an den Vorstand zu erklären, welcher berechtigt ist, die Aufnahme abzulehnen. Der Beitritt zum Verein bewirkt die automatische Mitgliedschaft zu einem bestehenden Zweigverein (Landesverein) im betreffenden Bundesland.

4 Mitgliedschaft
  1. Ordentliche Mitglieder können alle Personen werden, die in der Jugendwohlfahrt in Österreich hauptberuflich tätig sind oder waren.
  2. Außerordentliche Mitglieder können solche Personen werden, welche beruflich in Bereichen des Kindschafts- und Familienrechtes sowie des Gesundheits- und Sozialwesens tätig sind.
  3. Als außerordentliche Mitglieder können dem Verein interessierte natürliche und juristische Personen beitreten.
  4. Zu Ehrenmitgliedern kann die Generalversammlung solche Personen ernennen, die sich um die Förderung des Vereines oder des Berufsstandes besondere Verdienste erworben haben.

5 Rechte und Pflichten der Mitglieder
  1. Ordentliche Mitglieder haben das aktive und passive Wahlrecht in der Generalversammlung, das Recht der Teilnahme an den Debatten und Veranstaltungen, das Recht des Bezuges der Fachzeitschrift und das Stimmrecht in den Versammlungen. Sie haben die Pflicht, die Mitgliedsbeiträge regelmäßig zu leisten, deren Höhe von der Generalversammlung bestimmt wird. Sie sind verpflichtet, die Interessen des Vereines nach Kräften zu fördern und sein Ansehen zu wahren.
  2. Außerordentliche Mitglieder (juristische Personen durch einen bevollmächtigten Vertreter) haben dieselben Rechte und Pflichten wie die ordentlichen, mit Ausnahme des passiven Wahlrechtes in der Generalversammlung.
  3. Ehrenmitglieder haben dieselben Rechte wie die ordentlichen Mitglieder, mit Ausnahme des aktiven und passiven Wahlrechtes in der Generalversammlung, aber keine Pflichten.

6 Austritt und Ausschluss aus dem Verein

Der Austritt aus dem Verein kann nur nach Erfüllung aller Verbindlichkeiten mit Ende eines Kalenderjahres erfolgen und ist mindestens zwei Monate vorher dem Vorstand anzuzeigen. Ist ein Mitglied mit seinem Mitgliedsbeitrag mit einem Jahresbeitrag im Rückstand, kann der Vorstand seinen Ausschluss beschließen, wobei jedoch die Verpflichtung zur Zahlung des fällig gewordenen Mitgliedsbeitrags weiterhin besteht. Der Vorstand ist berechtigt, Mitglieder, die den Vereinszweck oder das Ansehen des Vereines schädigen, auszuschließen. Weder die freiwillig austretenden noch die ausgeschlossenen Mitglieder haben einen Anspruch auf Rückvergütung ihrer Beiträge.

7 Organe des Vereins
  1. Die Organe des Vereins sind:
    • Generalversammlung
    • Vorstand
    • Rechnungsprüfer
    • Landesvorstände.
  2. Die Generalversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Die ordentliche Generalversammlung wird alljährlich vom Vorstand einberufen. Darüber hinaus kann der Vorstand bei Bedarf außerordentliche Generalversammlungen einberufen. Der Vorstand muss bei schriftlicher Aufforderung von zwei Landesvorständen oder von mindestens einem Zehntel der ordentlichen Mitglieder oder wenn dies von den Rechnungsprüfern unter Angabe der gewünschten Tagesordnung verlangt wird, binnen eines Monats eine außerordentliche Generalversammlung einberufen. Die Generalversammlung wird vom Vorstand spätestens vier Wochen vorher schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung einberufen. Anträge von Mitgliedern und Landesvorständen müssen 14 Tage vor der Generalversammlung schriftlich dem Vorstand übermittelt werden.
  3. Der Vorstand, der von der Generalversammlung für die Dauer von vier Jahren gewählt wird, besteht aus einem Vorsitzenden, einem Vorsitzendenstellvertreter, einem Schriftführer und einem Kassier. Dem Vorstand gehören weiters als Beisitzer an: die Landesvorsitzenden bzw. je ein Landesvertreter von jenen Bundesländern, in welchen kein Landesverein besteht.
  4. Die Generalversammlung wählt aus den Reihen der Mitglieder für die jeweilige Amtsperiode (vier Jahre) zwei unabhängige und unbefangene Rechnungsprüfer. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ - mit Ausnahme der Generalversammlung - angehören.
  5. Die Mitglieder jedes Bundeslandes können sich zu einem Landesverein konstituieren. Die Satzungen der Landesvereine müssen den Satzungen des Vereines entsprechen. An der Spitze jedes Landesvereines steht der Landesvorstand.

8 Aufgaben der Organe des Vereins
  1. Aufgaben der Generalversammlung:
    • Entgegennahme und Genehmigung des Tätigkeitsberichts des Vorstandes;
    • Entgegennahme und Genehmigung des vom Vorstand erstellten Rechnungsabschlusses samt Prüfungsbericht der Rechnungsprüfer und des Voranschlags;
    • Bestimmung der Höhe der Mitgliedsbeiträge;
    • Wahl des Vorstandes;
    • Wahl der Rechnungsprüfer;
    • Beschlussfassung über die Durchführung der Aufgaben des Vereins;
    • Beschlussfassung über die vorliegenden Anträge;
    • Satzungsänderungen;
    • Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins;
    • Ernennung von Ehrenmitgliedern sowie allfällige Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft.
    Die Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn ihre Einberufung satzungsgemäß stattgefunden hat und mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder erschienen ist. Ist Letzteres zur festgesetzten Stunde nicht der Fall, findet eine halbe Stunde später die Generalversammlung statt, die ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig ist. Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Beschlüsse über Satzungsänderungen können nur mit Zweidrittelmehrheit und über die Auflösung des Vereines mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden.
  2. Aufgaben des Vorstands:
    • Einberufung der Generalversammlung und Durchführung der Beschlüsse der Generalversammlung;
    • Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern;
    • Verwaltung des Vereinsvermögens, alljährliche Rechnungslegung und Erstellung des Voranschlags;
    • Überwachung der ordnungsgemäßen Beitragsleistungen, die auch einem Landesverein für seine Mitglieder übertragen werden kann;
    • Herausgabe der Fachzeitschrift;
    • Vertretung der Standesinteressen der Mitglieder;
    • Veröffentlichungen und Stellungnahmen zur Förderung der Vereinszwecke.
    Der Vorsitzende - bei seiner Verhinderung der Stellvertreter - vertritt den Verein nach außen, beruft die Sitzungen des Vorstandes ein und bestimmt die Reihe der Verhandlungsgegenstände. Dem Schriftführer obliegt der gesamte Schriftverkehr, dem Kassier die gesamte Kassagebarung. Wichtige Geschäftsstücke, insbesonders den Verein verpflichtende Urkunden und dergleichen zeichnet der Vorsitzende gemeinsam mit dem Schriftführer, in Geldangelegenheiten gemeinsam mit dem Kassier. Zur Fassung gültiger Beschlüsse des Vorstands ist die Anwesenheit von mindestens einem Drittel der Mitglieder, darunter des Vorsitzenden oder bei seiner Verhinderung des Stellvertreters notwendig. Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende.
  3. Aufgaben der Rechnungsprüfer:
    Den Rechnungsprüfern obliegt insbesondere die laufende Rechnungskontrolle, die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutenmäßige Verwendung der Mittel für jedes Rechnungsjahr sowie die Erstellung eines Prüfberichts innerhalb von vier Monaten ab Erstellung des Rechnungsabschlusses durch den Vorstand. Den Rechnungsprüfern obliegt ferner die unverzügliche Übermittlung des Prüfberichts an den Vorstand sowie die Mitwirkung am Bericht des Vorstands bei der Generalversammlung.
  4. Aufgaben der Landesvorstände:
    Die Aufgaben der Landesvorstände müssen in den Satzungen der Landesvereine verankert werden; sie dürfen mit diesen Vereinssatzungen nicht im Widerspruch stehen.

9 Zustellungen

Schriftliche Erledigungen sind solchen mit elektronischen Medien (z. B. Fax, E-Mail, Homepage des Vereins) gleichgestellt.

10 Schiedsgericht

Streitigkeiten, die aus dem Vereinsverhältnis entstanden sind, werden von einem Schiedsgericht geschlichtet. Das Schiedsgericht wird im Bedarfsfalle in der Weise zusammengesetzt, dass jeder Streitteil binnen drei Tagen einen Beisitzer bestimmt. Die Beisitzer wählen einen Dritten zum Vorsitzenden. Können sie sich über die Wahl des Vorsitzenden nicht einigen oder gibt ein Streitteil binnen acht Tagen nach erfolgter schriftlicher Aufforderung durch den Vorsitzenden des Vereines einen Beisitzer nicht bekannt, so werden die fehlenden Mitglieder vom Vorstand bestimmt. Das Schiedsgericht entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Eine Berufung gegen Schiedssprüche ist vereinsintern unzulässig.

11 Auflösung des Vereins

Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen Generalversammlung und nur mit Dreiviertelmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden. Die Generalversammlung hat bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks zu bestimmen, in welcher Weise das Vereinsvermögen für gemeinnützige Zwecke zur Förderung des Kindeswohls zu verwenden ist.

12 Sprachliche Gleichbehandlung

Soweit in diesen Satzungen auf natürliche Personen bezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise. Bei der Anwendung auf bestimmte natürliche Personen ist die jeweils geschlechtsspezifische Form zu verwenden.